Kongress 2007

Kongress am 16. Mai 2007

In der „Gastronomie im Stadtpark“ startete der jährliche Kongress mit einem Check-in ab 9 Uhr und eine Stunde später mit der Begrüßung durch Verena Walpert. Da wir uns an diesem Samstag vor allem auch mit „BOWIPs Alltag“ beschäftigen wollten, lag es nahe, eine Stellwand mit Fotos aller anwesenden BOWIP-Mitglieder und passenden Steckbriefen zu versehen. Am Vormittag ging es konsequent mit der Thematik „Mein psychologischer Alltag und was daran psychologisch ist“ weiter. Schließlich wurde auch festgehalten, wozu jedes einzelne BOWIP-Mitglied angesprochen werden kann. Diese Wand wurde im Laufe des Tages von vielen Teilnehmern immer wieder dazu genutzt, sich ein besseres Bild von den Anwesenden zu machen, die man noch nicht näher kennen gelernt hatte. 

Beim Blick nach innen darf auf keinen Fall der Blick nach außen fehlen: den ermöglichte uns in eloquenter Weise Sascha Maurer, Senior Manager HR Personalentwicklung bei QVC Deutschland. Wir wurden über die Erfolgsfaktoren der PE/OE in diesem Unternehmen informiert, erfuhren, welche Bausteine es in der PE und OE bei QVC gibt und wo es noch „Baustellen“ gibt. Aktuelle und zukünftige Probleme wurden genauso beleuchtet wie die Erfolgskonzepte der Zukunft. Als es um die Anforderungen an Psychologen in der Praxis ging wurde deutlich, dass zwar nicht nur „Stars“ benötigt werden, schnell verglühende „Sternschnuppen“ ohne analytisch-konzeptionelle Fähigkeiten, umfassendes Denkvermögen, kommunikative Fähigkeiten, Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen sowie Ziel- und Lösungsorientierung aber eher keine Chance im Alltag haben werden. Eine ganz entscheidende Qualifikation für die täglichen Herausforderungen stellt ganz sicher eine große Portion Pragmatismus dar. Dazu verwies Herr Maurer auf einen Ausspruch von Kurt Lewin: „„Nichts ist besser als eine gute Theorie.“, endete aber mit dem Satz: „Doch noch besser ist: Eine gute Praxis einer guten Theorie!“


In gewohnter Weise gab es bei dem BOWIP-Kongress aber nicht nur Input für den Geist, sondern auch schmackhaftes für den „Körper“. Die „Gastronomie im Stadtpark“ machte ihrem Namen alle Ehre und versorgte uns über den Tag hinweg – nicht nur in kulinarischer Hinsicht - vorbildlich. 

Auf dem „Psychologischen Flohmarkt“ gab es ein reichhaltiges Angebot unterschiedlicher Themen. Diverse „Alltags-Tische“ erlaubten die Auseinandersetzung mit Fragestellungen wie „Psychologische Arbeitsfelder vor dem Hintergrund des soziodemografischen Wandels“ oder auch „Wie „verkaufe“ ich meinen Kunden (internen Vertretern von Fachabteilungen) den Nutzen z. B. von strukturierten Interviews, Auswahlverfahren etc.?“ 

Nach diesem auch von vielen jüngeren Kolleginnen und Kollegen besuchten Kongress brauchen wir weniger Sorgen haben, dass wir beim BOWIP immer älter und immer weniger werden – nicht zuletzt bei der Mitgliederversammlung konnte wieder von einem erfreulichen Stand der BOWIP-Mitgliederzahlen berichtet werden. Der Vorstand plant zudem eine Anpassung der Satzung z. B. an die veränderten Gegebenheiten durch die neue Strukturierung des Psychologie-Studiums an der Ruhr-Universität Bochum: in Zukunft können Bachelorabsolventen der Wirtschaftspsychologie als Ordentliche Mitglieder in den BoWiP aufgenommen werden, bekommen aber im Falles fortgesetzten Masterstudiums weiterhin den ermäßigten halben Mitgliedsbeitrag gestattet. Erfreulicherweise konnte zudem auch Unterstützung für den Vorstand durch Michaela Steiert und Sarah Brom gewonnen werden. 

Bei so verstärkter Besatzung blicken wir in froher Erwartung auf den 26. Oktober 2007, an dem unser nächstes Get together stattfinden wird. Da wir beim diesjährigen Kongress vor allem wegen terminlicher Überlappungen auf das eine oder andere altbekannte Gesicht verzichten mussten, hoffen wir um so mehr auf ein Wiedersehen im Herbst!