Get Together 29.10.2010

Get Together am 29. Oktober 2010 auf Burg Blankenstein

Nachdem bei den letzten Veranstaltungen verschiedene spirituelle und philosophische Fragestellungen durchaus auch einmal „schwere Kost“ darstellten, stand bei dem diesjährigen Get together eindeutig die Geselligkeit und das gemeinsame Lachen und Genießen in kleiner Runde im Vordergrund. 


Wer Burg Blankenstein noch im Hellen erreichte, konnte zunächst den Turm besteigen und dort einen
imposanten Rundblick über die herbstlich gefärbte Umgebung, die Altstadt und die Flusslandschaft der Ruhr genießen. Der beschwerliche Aufstieg über teilweise abenteuerlich schmale Treppenstufen lohnte sich in jedem Fall. Zurück im Burghof wurden alle Angereisten von Mägden und Knechten bereits mit einem Willkommenstrunk angemessen begrüßt. So wurden die Gäste ins stimmungsvolle Kaminzimmer geführt, wo die rustikal gedeckte Tafel bereits von kommenden Gaumenfreuden kündete und für alle BOWIP´s passende Übergewänder bereit lagen. So erfolgte die Verwandlung von „Studierten, die die Seele erforschen“ in adelige Burgfrauen, Schlossherren, edle Jungfern und durchaus auch einen Abt mit „tonsura natura“, wie der Herr Reinhard, der Zeremonienmeister angemessen bemerkte.

Mit wohlfeinen Worten wurden wir „angereisten Fremdlinge“ heiter in die höfische Tischzucht eingewiesen. Standesgemäß wurden die Getränke in irdenen Krügen gereicht, die umzulegen das Signal für den Knecht bedeutete nachzufüllen. Doch zunächst lernten wir den mittelalterlichen Trinkspruch „all voll“ kennen, bei dem es keinesfalls das Ziel gewesen wäre, alle Gäste „abzufüllen“.

 

Stattdessen wünschten wir uns so, dass alle Becher und Teller immer und allezeit „voll“ sein mögen, dass es uns an nichts mangele. Und in den vier Stunden, die wir gemeinsam feierten, war dies genau so. Farbenreiche erste Gänge wurden zu fröhlicher Musik des Herrn Reinhard, bei der er alten Musikinstrumenten stimmungsvolle Klänge entlockte, begleitet.  Zwischen den Gängen wurden wir mit köstlichen Geschichten und fröhlicher Gaukelei vortrefflich unterhalten, die  vom Wein, der Liebe und vom Gauklerleben, kündeten und zudem trefflich von „Sir Phillip“ begleitet wurden.  Vor Anstimmung eines Liedchens für die „Jungfer Katharina“wurde gewissenhaft überprüftt, ob sich denn noch kein „Fangeisen“ an ihrem Ringfinger befände… „Herr Stefanus“ war bereit, die Verrichtung der „gefährlichen“ aber notwendigen Giftprobe vorzunehmen, bevor allen Gästen das Hauptgericht aufgetragen wurde. Der Krötenstein, der nur einmal pro Abend für eine Giftprobe zu Rate gezogen werden kann, war schon zuvor bei der „Erdäppelsuppe“ zum Einsatz gekommen.

Als Fazit dieses besonderen Abends bleibt festzuhalten, dass bereits die Rittersleute in alten Zeiten wussten, wie ein Mahl zu vortrefflich zu genießen ist, und wir verabschiedeten uns mit lautem Handgeklapper für die hervorragende Leistung des Küchen- und des Zeremonienmeisters.

Blick voraus


Das nächste Get Together ist bereits in Planung.