Get Together 20.11.2009

Get Together am 20. November im Eko-Haus in Düsseldorf!

Bei einem Rundgang im Japanischen Garten entführte Dr. Hermann-Josef Röllicke in die Anschauungsweisen des Buddhismus.

Dem Sinologen und Philosophen gelang es, in eine komplett andere Welt des Denkens zu entführen: "Tue es so, als dass es nicht getan werde - dann wird es getan" - mit für christlich-europäische Gemüter ad hoc schwerer verständlicher Dialektik erläuterte Röllicke die Prinzipien des Buddhismus.

 

Dabei bediente er sich plastischer Beispiele. Der reduzierte Blick verdeutlichte die wahre Vielfalt und Schönheit des Seins: Vom Eko-Haus aus erlaubten Fenster einen Blick auf den abendlichen Japanischen Garten. Hermann-Josef Röllicke reduzierte den Ausschnitt, indem er Holzblenden vor das Fenster legte - der bleibende kleine Ausschnitt barg Schönheit - eine komplexe Schönheit, die sich erst bei konzentrierter, kontemplativer Betrachtung erschloss.

Den ein oder anderen BOWIP stellte das hohe analytische Niveau durchaus auf eine härtere Probe. Aber es lohnte sich! Denn es ist für europäisch-christliche Gemüter eine ganz neue Herausforderung, den Hintergrund wichtiger buddhistischer Begriffe nachzuvollziehen. Den BOWPIS imponierte daher auch sehr, wie Dr. Röllicke gekonnt die Brücke vom Buddhimus zum Christentum und auch zum Islam zu schlagen wusste. Der umfassend gebildete, hoch sympathische Mann verstand es wahrlich, Lust auf mehr Wissen, mehr Erfahrungen in diesem Bereich zu machen!

Anschließend fanden sich die BOWIPs zum gemütlichen Beisammensein in einem nahe gelegenen Restaurant ein. Neben weiterem Austausch zu dem Erlebten, unter anderem auch mit Dr. Röllicke, bot sich Gelegenheit zum Austausch über Berufliches und Privates. Bis in die Nacht genossen die BOWIPs das diesjährige Get Together.

Das EKŌ-Haus im Düsseldorfer Stadtteil Niederkassel wurde im Jahre 1993 gegründet. Zu dem japanischen Kulturzentrum mit Schwerpunkt Buddhismus gehört neben einem buddhistischen Tempel der japanische Garten vom Typus der 'Reine-Land-Gärten' angelegt als Trockengarten: Wasserfall, Flusslauf, Teich und Uferbänke sind 'trocken' nur mit Steinen dargestellt. Nach Durchschreiten dieses Ortes rituellen Geschehens folgte die Besichtigung des Tempels. Sein Name, "E-KŌ", bedeutet "sanfter Glanz".


Für alle, die der Enthusiasmus und Wissensdurst Dr. Röllikes angesteckt hat:
 Der Sinologe empfiehlt zum anspruchsvollen Einstieg in den Buddhismus folgende Lektüre:

 

Die Niederschrift von der Smaragdenen Felswand (in der Übersetzung von Wilhelm Gundert)

Blick voraus


Das nächste Get Together ist bereits in Planung.